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SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.

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Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer

21.10.2008

Die soziale Ungleichheit in Deutschland wächst weiter. Dies belegt jetzt die Studie „Mehr Ungleichheit trotz Wachstum?“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Daraus geht hervor, dass die Einkommensunterschiede und der Anteil armer Menschen in der Bundesrepublik schneller wuchsen als in anderen Ländern der OECD.

Während zu Beginn der 1990er Jahre die Armutsquote noch etwa ein Viertel unter dem OECD-Mittelwert lag, liegt der Anteil armer Menschen der Studie zufolge nun knapp über dem Durchschnitt. Auch die Einkommensunterschiede in Deutschland, die über einen langen Zeitraum hinweg geringer waren, liegen nun in etwa auf OECD-Niveau. Dabei macht die OECD mehrere Faktoren für die unterschiedliche Einkommensentwicklung und den Anstieg der Armutsquote in Deutschland verantwortlich. Seit Mitte der 1990er Jahre haben sich die Löhne und Gehälter stark auseinander entwickelt. Außerdem trage die Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik drastischer als in anderen OECD-Mitgliedsstaaten zu der ungleichen Einkommensverteilung bei. Laut Studie habe auch die Veränderung in der Haushaltsstruktur einen maßgeblichen Einfluss auf die ungleiche Entwicklung. Die Zahl der Ein-Personen-Haushalte und der Alleinerziehenden sei gestiegen. Kleinere Haushalte benötigen jedoch ein höheres Pro-Kopf-Einkommen, um den gleichen Lebensstandard zu erreichen.

 

 

 

 

 

 

 




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